Grundlagen

Altersvorsorge – mit Plan statt mit Hoffnung

Die gesetzliche Rente wird für die meisten Menschen nicht reichen. Das ist keine Meinung – das ist Mathematik. Wer heute 45 Jahre alt ist und gut verdient, wird im Ruhestand mit einem Versorgungsniveau von 40 bis 50 Prozent seines letzten Nettoeinkommens rechnen müssen. Die Lücke, die entsteht, ist real. Und sie wächst mit jedem Jahr, in dem man nichts dagegen unternimmt.

Die gute Nachricht: Wer früh anfängt, braucht nicht viel. Wer spät anfängt, braucht einen Plan. In beiden Fällen ist das Entscheidende nicht das Produkt – sondern die Strategie dahinter.

Was eine gute Altersvorsorge ausmacht

Eine solide Altersvorsorge hat nichts mit dem neuesten Versicherungsprodukt zu tun. Sie hat mit drei Dingen zu tun: Zeit, Kosten und Rendite.

Zeit

Der mächtigste Faktor. Der Zinseszins belohnt Geduld und bestraft Zögern.

Kosten

Ein Prozentpunkt mehr p.a. kann über 20 Jahre ein Fünftel des Vermögens kosten.

Rendite

Entsteht durch Disziplin und Strategie – nicht durch Glück oder Markt-Timing.

200 Euro monatlich, die 30 Jahre lang zu 6 % wachsen, ergeben am Ende mehr als 200.000 Euro. Die gleiche Summe über 15 Jahre gespart ergibt weniger als die Hälfte – obwohl doppelt so viel eingezahlt wurde. Der Unterschied ist der Zinseszins.

Was ich für Sie tue

Ich entwickle mit Ihnen eine Altersvorsorgestrategie, die zu Ihrer Lebenssituation passt – nicht zu den Verkaufszielen einer Bank oder Versicherung. Dabei schaue ich auf das Gesamtbild: Wie hoch wird Ihre gesetzliche Rente sein? Welche bestehenden Verträge haben Sie – und was taugen sie wirklich? Wie hoch ist Ihre tatsächliche Rentenlücke? Und welche Sparrate und Anlageform bringt Sie am effizientesten ans Ziel?

Das Ergebnis ist kein Produkt. Es ist ein Plan.
Für Angestellte

Angestellt – und trotzdem selbst vorsorgen

Als Arbeitnehmer zahlen Sie monatlich in die gesetzliche Rentenversicherung ein. Das ist Pflicht. Was darüber hinaus passiert – oder eben nicht passiert – liegt in Ihrer Hand.

Viele Angestellte verlassen sich auf die betriebliche Altersvorsorge oder einen alten Riester-Vertrag. Beides kann sinnvoll sein. Muss es aber nicht. Die betriebliche Altersvorsorge lohnt sich vor allem dann, wenn der Arbeitgeber kräftig zuschießt. Und der Riester-Vertrag, den Ihnen die Bank vor zehn Jahren empfohlen hat, ist in den meisten Fällen teurer als er sein müsste.

Was ich in der Beratung von Angestellten regelmäßig sehe: gut verdienende Menschen mit einem Flickenteppich aus drei Verträgen, die sich gegenseitig nicht ergänzen, deren Gesamtkosten niemand je berechnet hat – und die keine Antwort auf die Frage geben können, wann sie in Rente gehen können und wie viel sie dann monatlich zur Verfügung haben werden.

Das lässt sich ändern. Mit einer ganzheitlichen Bestandsaufnahme, einer ehrlichen Analyse der Kosten und Lücken, und einem klaren Plan für die nächsten Jahre.

Betriebliche Altersvorsorge

Lohnt sich besonders bei hohem Arbeitgeberzuschuss. Wir prüfen, ob Ihr Vertrag wirklich attraktiv ist.

Riester-Rente

Für Familien mit Kindern oft sinnvoll. Für Gutverdiener ohne Kinder häufig nicht die beste Wahl.

ETF-Sparplan

Kostengünstig, flexibel, renditestark. In vielen Fällen die effizienteste Ergänzung zur gesetzlichen Rente.

Altersvorsorgedepot 2027

Das neue staatlich geförderte Depot ab Januar 2027 – eine echte Alternative mit bis zu 540 € Zulage pro Jahr.

Für Selbstständige & Freiberufler

Selbstständig – die größte Vorsorgelücke überhaupt

Wer selbstständig oder freiberuflich tätig ist, hat keine automatische Altersvorsorge. Kein Arbeitgeber zahlt mit. Kein Versorgungswerk übernimmt die Verantwortung. Wer nicht aktiv vorsorgt, hat im Alter buchstäblich nichts – außer dem, was er selbst aufgebaut hat.

Das klingt dramatisch. Und es ist dramatisch. Denn in der Praxis sehe ich regelmäßig Selbstständige, die jahrelang gut verdient haben, aber kaum etwas für das Alter zurückgelegt haben. Nicht aus Gleichgültigkeit – sondern weil der Alltag zu viel Energie kostet, weil das Thema komplex wirkt, und weil niemand da ist, der es ohne Eigeninteresse mit ihnen durchdenkt.

Meine Empfehlung für Selbstständige

Für Selbstständige und Freiberufler gibt es wirkungsvolle Möglichkeiten: ETF-Sparpläne ohne teuren Versicherungsmantel, das neue Altersvorsorgedepot ab 2027, und – für Unternehmer – die betriebliche Ebene als Teil der Gesamtstrategie.

Produkte wie die Rürup-Rente werden oft als Lösung für Selbstständige angepriesen. Ich sehe das kritischer: Die steuerlichen Vorteile in der Ansparphase klingen verlockend, werden aber durch Kosten, fehlende Flexibilität und die volle Steuerpflicht in der Auszahlungsphase häufig wieder aufgezehrt. In den meisten Fällen fährt man mit einem kostengünstigen ETF-Depot besser – auch ohne staatliche Förderung.

Welche Kombination für Sie passt, hängt von Ihrer Steuerbelastung, Ihrem Einkommen und Ihrem Zeithorizont ab. Was ich garantiere: keine Standardlösung von der Stange. Nur das, was für Ihre Situation wirklich Sinn ergibt.

Ruhestandsplanung

Ruhestandsplanung – der Unterschied zwischen Hoffen und Wissen

Irgendwann kommt der Tag, an dem Sie nicht mehr arbeiten möchten – oder können. Die Frage, die dann zählt, ist nicht: „Habe ich genug gespart?" Sondern: „Wie lange reicht es, und was passiert danach?"

Ruhestandsplanung ist mehr als ein Depot und eine Rentenversicherung. Es ist die Antwort auf eine präzise Frage: Wie viel Geld brauche ich monatlich, wie lange werde ich es brauchen, und welche Quellen decken diesen Bedarf ab – verlässlich und so, dass ich im Alter nicht jeden Euro umdrehen muss?

Was eine ganzheitliche Ruhestandsplanung leistet

Ich arbeite mit Mandanten, die 5, 10 oder 15 Jahre vor dem Ruhestand stehen und zum ersten Mal alle Bausteine zusammenführen: gesetzliche Rente, betriebliche Vorsorge, private Verträge, Depot, Immobilien, mögliche Erbschaft. Das Ergebnis ist ein konkreter Ruhestandsplan mit einer klaren Entnahmestrategie – keine Hochglanzbroschüre, sondern eine ehrliche Projektion Ihrer Situation.

Manchmal ist das Ergebnis beruhigend. Manchmal zeigt es eine Lücke – aber eine lösbare, wenn man früh genug damit anfängt. Was es nie ist: überraschend, wenn man es rechtzeitig angeht.
Typische Fehler

Die fünf teuersten Fehler bei der Altersvorsorge

Nach 35 Jahren im Finanzsektor und über 15 Jahren als unabhängiger Honorarberater habe ich fast alles gesehen. Die gleichen Fehler wiederholen sich – bei Angestellten, bei Selbstständigen, bei Menschen mit kleinem und mit großem Vermögen.

  • 1
    Zu spät anfangen

    Jedes Jahr ohne Vorsorge kostet im Rentenalter ein Vielfaches. Der Zinseszins arbeitet für Sie – aber nur, wenn Sie ihm Zeit geben. Wer mit 30 anfängt statt mit 40, braucht weniger als halb so viel monatlich für dasselbe Ergebnis.

  • 2
    Zu teuren Produkten vertrauen

    Fondsgebundene Lebensversicherungen und aktiv gemanagte Fonds haben oft Kostenstrukturen, die über Jahrzehnte Zehntausende Euro kosten. Diese Kosten sind selten transparent ausgewiesen – und kein provisionsbasierter Berater hat einen Anreiz, darauf hinzuweisen.

  • 3
    Alle Eier in einen Korb

    Wer ausschließlich auf die gesetzliche Rente setzt, lebt gefährlich. Wer ausschließlich auf eine Rentenversicherung setzt, auch. Eine robuste Altersvorsorge verteilt sich auf mehrere Säulen – gesetzlich, betrieblich und privat.

  • 4
    Keine Berufsunfähigkeitsabsicherung

    Die größte Gefahr für die Altersvorsorge ist nicht die Börse – es ist die eigene Arbeitskraft. Wer vor dem Rentenalter berufsunfähig wird und nicht abgesichert ist, verliert beides: das laufende Einkommen und die weitere Vorsorge.

  • 5
    Den falschen Berater fragen

    Ein Berater, der von Produktprovision lebt, hat einen strukturellen Interessenkonflikt. Das bedeutet nicht, dass er schlechte Absichten hat – aber sein Einkommen hängt davon ab, Produkte zu verkaufen, nicht davon, die günstigste Lösung für Sie zu finden. Ein Honorarberater hat dieses Problem nicht.

Wissen Sie, wie hoch Ihre Rentenlücke wirklich ist?

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Alle Angaben ohne Gewähr. Dieser Text dient der allgemeinen Information und stellt keine individuelle Anlage- oder Steuerberatung dar. Vergangene Wertentwicklungen sind kein verlässlicher Indikator für zukünftige Ergebnisse. Stand: Juni 2026.